Schornsteinfegermeister Bayer
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Den Schornsteinanschluss an einen vorhandenen, gemauerten Schornstein machen Sie wie folgt:

 

Stecken Sie das Rauchrohr, so wie Sie den Ofen anschließen möchten, auf den Anschlussstutzen der Feuerstätte. Entweder hinten oder oben. Auf dieses fertig abgelegte Rohr stecken Sie das Wandfutter, welches später in die zu fertigende Schornsteinöffnung eingemauert wird.
Nun rücken Sie den Ofen mit vereinten Kräften so an den Schornstein heran, wie er später stehen soll. Das Wandfutter drückt dabei an das äußere Schornsteinmauerwerk.

Ist der Fußboden aus brennbarem Material müssen Sie ihn vorher schützen:

 

Vor den Feuerungsöffnungen von Feuerstätten für feste Brennstoffe sind Fußböden aus brennbaren
Baustoffen durch einen Belag aus nichtbrennbaren Baustoffen zu schützen. Der Belag muss sich nach vorn auf mindestens 50 cm und seitlich auf mindestens 30 cm über die Feuerungsöffnung hinaus erstrecken. Sie können die Fläche fliesen oder eine entsprechend große Glas- oder Blechplatte unter den Ofen legen.
Nun zeichnen Sie um das Wandfutter herum die auszustemmende Öffnung an und rücken den Ofen wieder ab.
Sie nehmen einen Bohrhammer, bohren im Kreis am Strich entlang und perforieren anschließend die Fläche in dem Kreis. Sie werden sehen, wie leicht nun das Loch in die Schornsteinwange zu stemmen ist.
Feuchten Sie das Mauerwerk gut an. Streichen Sie mit einer Zungenkelle, im vorderen Bereich rings herum in die Öffnung, den vorher nicht zu dünn angerührten Feuermörtel, den Sie im Baumarkt erhalten können. Sie drücken vorsichtig das Wandfutter in die Öffnung. Sicher wird Ihnen ein Teil der Mischung herabfallen, das macht aber nichts. Sitzt das Wandfutter noch zu lose, nehmen Sie ein paar Steinsplitter und klemmen es fest. Nun rühren Sie die Mischung so an, dass sie knetfähig ist, greifen mit der Hand (Gummihandschuhe sind erforderlich) in die Mischung, nehmen eine Hand voll und drücken sie von hinten in den Spalt zwischen Mauerwerk und Wandfutter. Nun ordentlich mit den Fingern nachdrücken bis der Spalt rundherum stramm gefüllt ist. Am nächsten Tag ist der Mörtel hart und Sie können den Ofen wieder heran schieben und das Rauchrohr in das Wandfutter einführen. –fertig ist der Anschluss-
Bitte, vergessen Sie nicht sofort nach den Arbeiten den Schutt und den in den Schornstein gekleckerten Mörtel herauszunehmen denn wenn alles hart geworden ist, wird es schwierig.


Bemerkung:
Rufen Sie Ihren zuständigen Schornsteinfeger und fragen Sie ihn, ob in Ihrem Hause oder innerhalb Ihrer Wohnung ein geeigneter Schornstein für den Anschluss eines Kaminofens vorhanden ist.

Was muss beim Kaminofenkauf beachtet werden?

 

Da die neue BImSchV jetzt aussagt, dass neu aufgestellte Feuerstätten (mit Ausnahmen) einen max Staubgehalt von unter 75mg/m3 und ab 2015 sogar unter 40 mg/m3
haben müssen, ist hier besonders darauf zu achten.


Berechnen Sie den benötigten Heizleistungsbedarf in kW für Ihren Kaminofen.

Für 15 m³ Rauminhalt sollte 1kW Heizleistung nicht überschritten werden, sonst machen Sie eine Sauna aus Ihrem Aufstellungsraum.

Beispiel:

Wohnzimmer 5m x4,5m x2,5m = 56,25m³

Heizleistung ~ 4-5kW

Überwiegend werden Kaminöfen zwischen 5 und 9 kW angeboten, sodass Sie sich für einen Ofen von 5 kW, entscheiden sollten (Beispielrechnung)

Die Heizleistung des Kaminofens können Sie auf dem gut sichtbar angebrachten „Ü-Zeichen“ oder „ CE -Zeichen “ ablesen.

Das Ü- Zeichen bedeutet: Übereinstimmungserklärung des Herstellers nach vorheriger Prüfung des Bauproduktes durch eine anerkannte Prüfstelle *(z.B. Rheinbraun oder Deutsche Kohle Marketing GmbH, usw.).

Das CE- Zeichen

besagt, dass das Produkt den Sicherheitsanforderungen der betreffenden Richtlinien genügt. Das CE -Zeichen muss ab dem 1.7. 2006 gut sichtbar an der Feuerstätte angebracht sein und diverse Angaben enthalten: Schadstoffemission, Förderdruck, Abgastemperatur, Heizleistung, Energieeffizienz, zugelassene Brennstoffe.

Achten Sie also beim Kauf des Kaminofens darauf, dass ein Ü- oder CE -Zeichen vorhanden ist.

*Prüfstellen für Feuerstätten

Die nach den Landesbauordnungen anerkannten Prüfstellen tragen dazu bei, dass nur dem technischen Regelwerk entsprechende Feuerstätten in den Markt kommen.

Aufgabe der Prüfstellen ist die Erstprüfung von Haushaltsfeuerstätten nach den entsprechenden DIN Normen hinsichtlich Betriebs- und Brandsicherheit, Funktion und Umweltverträglichkeit. Darüber hinaus wirken die Prüfstellen zusammen mit dem Gesetzgeber, der Industrie (Feuerstättenhersteller, Brennstoffproduzenten) und Hochschulen mit, den Stand der Technik hinsichtlich Emissionsverhalten und Funktionalität der Feuerstätten weiter zu verbessern. Dazu werden u. a. Forschungsarbeiten initiiert bzw. selbst durchgeführt.

Wesentliche Ziele der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit der oben genannten Partner sind die Reduzierung von Emissionen und die Steigerung des Wirkungsgrades, die Verbesserung der Sicherheitstechnik und des Brandschutzes sowie die Erarbeitung neuer Produkt- und Prüfnormen.

Welchen Schornstein einbauen?

Hier als Erstes, einige Auszüge mit grundsätzlichen Anforderungen aus den Bauordnungen der Bundesländer der BRD
Die Errichtung, Änderung, Nutzungsänderung und die Beseitigung von Anlagen bedürfen der Baugenehmigung. Grundlage jeder Baumaßnahme sind die geltenden technischen Richtlinien und Bauvorschriften des jeweiligen Bundeslandes. Diese verweisen auf die DIN 18160, der erforderliche Querschnitt der Schornsteinanlage wird nach EN 13384 Teil 1 oder DIN 4705 Teil 3 berechnet.
Feuerstätten und Abgasanlagen (Feuerungsanlagen) müssen betriebssicher und brandsicher sein.
Abgase von Feuerstätten sind durch Abgasleitungen, Schornsteine und Verbindungsstücke Abgasanlagen) so abzuführen, dass keine Gefahren oder unzumutbaren Belästigungen entstehen.

Abgasanlagen sind in solcher Zahl und Lage und so herzustellen, dass die Feuerstätten des Gebäudes ordnungsgemäß angeschlossen werden können. Sie müssen leicht gereinigt werden können.
Nachdem Sie mit Ihrem Bezirksschornsteinfegermeister Ihre Pläne, einen Schornstein für Ihren Kaminofen selbst zu montieren besprochen haben, dieser Ihnen die notwendige Bescheinigung, dass dieser Schornstein geeignet ist, gegeben hat, (wenn notwendig!)

1. besorgen Sie sich bei Ihrem zuständigen Bauamt den Bauantrag (wenn notwendig), 

2. füllen Sie den Bauantrag 3-fach aus,

3. kopieren Sie 3-fach den Grundriss und den Schnitt Ihres Hauses

4. zeichnen Sie den geplanten Schornstein in die Schnitt- und Grundrisszeichnungen

5. besorgen Sie sich eine Liegenschaftskarte Ihres Grundstücks

6. als Anlage fügen Sie den Vordruck Feuerungsanlage (Baubeschreibung im Rahmen des Genehmigungsverfahrens) und die Allgemeine bau auf sichtliche Zulassung- *für den Schornstein bei.

Die wesentlichen Vorteile eines Leichtbauschornsteins sind folgende:
- Trockenbauweise 
- geringer Platzbedarf 
- geringes Gewicht 
- schnelle Montage 
- asbestfrei 
- putz-, streich- und tapezierfähig 
- hoher Wärme- und Brandschutz (F90)

für alle Regelfeuerstätten

Als gutes Beispiel, stelle ich Ihnen hier, für die nachträgliche Selbstmontage, zwei Schornsteine vor. Der zuerst vorgestellte Schornstein ist ein Leichtbauschornstein für die

Montage innerhalb des Gebäudes.
Aus modernen Materialien gefertigt, erfüllen die Leichtbauschornsteine alle Anforderungen an Wärme- und Brandschutz und eignet sich auch für mehrgeschossige Häuser. Dank Trockenbauweise ist der Schornstein ruck-zuck aufgestellt und kann direkt endbehandelt und beheizt werden.

Die nur vier Zentimeter starke Außenschale und die drei Zentimeter starke Wärmedämmung ermöglichen dem Planer ein flexibles Gestalten. Offene Kamine und Kachelöfen lassen sich deshalb an fast jedem Ort einrichten. Die Edelstahl-Innen-Schale (System EW) wird in kürzester Zeit aufgeheizt. Die Wärmeverluste bleiben niedrig. Somit ist der Leichtbauschornstein die erste Wahl für alle Regelfeuerstätten und eignet sich auch hervorragend für die Sanierung und den Umbau denkmalgeschützter Häuser aufgrund seines geringen Platzbedarfs und Gewichts.

Was zeichnet diese Leichtbauschornsteine besonders aus?
Verbindungstechnik:
Schnelle Montage durch Trockenbauweise. Ausgezeichneter Wärme- und Brandschutz. Platz sparend. Baukasten-System: Systemvielfalt und umfangreiches Zubehör-Programm.
Material:
Außenschale: Fibersilikat-Brandschutzplatte. Stülpkopf individuell gestaltbar). Nach dem Verspachteln putz-, streich-, und tapezierfähig. Geringes Gewicht, hoher Wärme- und Brandschutz (L90), Wärmedurchlass-Widerstand (m² K/W) = 0,65.
Innenrohr:
EW, Edelstahl (1.4571/1.4404).
Innendurchmesser 113 bis 350 mm, Materialstärke von 0,6 mm. Sofort einsatzbereit. Einsatz mit oder ohne Wärmedämmung möglich.
Hohe Qualität:
TÜV - geprüft

Für die schnelle Montage außen am Gebäude eignet sich besonders eine doppelwandige Edelstahl-Abgasanlage.

Die doppelwandigen Systeme besitzen meistens 30-mm-Dämmung, die das Außenrohr vor einer zu starken Erwärmung schützt und somit die Umgebung vor Schaden bewahrt.
Hierdurch wird es ermöglicht, das Abgassystem recht nahe an die Außenfassade zu montieren. Auch im Inneren des Gebäudes kann hierdurch der Abstand zu brennbaren Bauteilen erheblich verringert werden.
Ebenso sorgt die Dämmung dafür, dass Temperaturschwankungen und Witterungseinflüsse von außen den Abgasstrom im Inneren nicht negativ beeinflussen.
Das System ist für handwerklich begabte Menschen relativ leicht zu montieren.

Der Schornstein ist für Regelfeuerstätten (feste Brennstoffe wie Holz, Kohle, Pellet, etc.) bestens geeignet.

Sie benötigen min. folgende Bauteile:
1x 
Boden/-Konsolplatte mit Kondensatablauf
1x 
T-Stück 90°
1x 
Längenelement zwischen T-Stück und Außenwand
1x 
Konisches Übergangsstück von doppelwandig auf einwandig
1x 
Wandrosette
1x 
50cm einwandiges Edelstahlrohr für die Wanddurchführung (wird entsprechend der Wandstärke abgehängt)
1x 
Wandfutter für den Anschluss des Kaminofens
1x 
Reinigungselement/Prüföffnung
?x 
Längenelement 1000 mm (je nach Schornsteinhöhe)
?x 
Wandhalter - 50 mm Wandabstand (je nach Schornsteinhöhe)
1x 
Mündungsabschluss
1x 
Wetterkragen als Sicht und Spritzwasserschutz

Beachten Sie bitte, dass die Schornsteinhöhe und Querschnitt des Schornsteins zum Kaminofen passen muss (Querschnittsberechnung), damit der einwandfreie Abzug der Rauchgase und die Heranführung der Verbrennungsluft gewährleistet ist!

Zuerst ermitteln Sie die Anschlusshöhe des Kaminofens und lassen in dieser Höhe, bei einer voll gemauerten Außenwand eine Kernbohrung von 16cm Durchmesser herstellen.
Möchten Sie das Verbindungsrohr zwischen Schornstein und Rauchrohranschluss des Kaminofens durch eine mit Spanplatten beplankte Holzständer-Außenwand, so wie sie im Fertigbau verwendet werden, führen, so ist dem Brandschutz an dieser Stelle besondere Beachtung zu schenken.
Vermeidung von Ruß- und Rauchbelästigung


Die Belastungen für Ihre Nachbarn und die Umwelt sind geringer, indem Sie:
Nur mit Brennstoffen heizen die für Ihre Feuerungsanlage zugelassen sind und mit lufttrockenem Holz heizen, sowie für eine ausreichende Luftzufuhr sorgen - kein Papier oder Abfälle verbrennen!

Geeignete Brennstoffe

Aufgrund der 1. BImSchV ( 1. Bundes-Immissions-Schutz-Verordnung) darf in Holzfeuerungen im Bereich bis 15 KW Nennwärmeleistung nur stückiges, natur belassenes und lufttrockenes Holz eingesetzt werden. Dazu gehört auch natur belassenes Holz in Form von Holzbriketts entsprechend DIN 51731, Ausgabe Mai 1993, oder vergleichbare Holzpellet oder andere Preßlinge aus natur belassenem Holz mit gleichwertiger Qualität.

Dagegen dürfen gestrichenes, lackiertes oder beschichtetes Holz, Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten oder sonst verleimtes Holz sowie daraus anfallende Reste in diesen Anlagen nicht verbrannt werden.

Auch das Mitverbrennen von Abfällen ist selbstverständlich unzulässig.

Ausreichende Luftzufuhr

Eine vollständige Verbrennung setzt in Holzfeuerungen die Zufuhr ausreichender Verbrennungsluftmengen voraus. Ein Teil der Verbrennungsluft sollte der Feuerungsanlage als möglichst vorgewärmte Sekundärluft zugeführt werden. Unzureichende Luftzuführung führt zu Schwelbrand und damit zu Rauch-, Teer- und Russbildung. Holzfeuerungen sollten deshalb auch nicht über die Luftzufuhr, sondern über die Brennstoffzufuhr geregelt werden.

Luftabsaugende Geräte (z. B. Dunstabzugshauben) sind so zu schalten (Fensterkontaktschalter oder eine 4Pa-Messung), das keine Rauchgase aus der Feuerstätte gesaugt werden können. Sonst CO-Vergiftung!!!

Optische Bewertung der Verbrennung

Anhaltspunkte für eine gute Verbrennung ergeben sich, wenn
eine feine, weiße Asche entsteht und
die Abgasfahne nicht oder kaum sichtbar ist.

Die Verbrennung läuft nicht optimal, d.h. unvollständig ab, wenn
sich in der Feuerungsanlage starke Teer- und Russablagerungen bilden,
die Asche eine dunkle Färbung hat (hoher Anteil an Unverbranntem),
die Rauchfahne besonders weiß erscheint (hoher Wasseranteil bei feuchtem Brennstoff) oder zu dunkel ist.

Schornsteinhöhe

Muss evtl. berechnet werden, da die Faktoren wie: Querschnitt, Höhe, Verbindungsstück und Feuerstätte eine wichtige Rolle spielt.

Neue Ableitbedingungen für Abgase und Feinstaublimits für Holz- und Kohleöfen

Bitte beachten Sie:

Sie planen einen neuen Kaminofen zu kaufen, den Selbstbau von einem doppelwandigen Edelstahlschornstein, einem Leichtbauschornstein oder einer Schornsteinverlängerung oder den Einbau einwandiger Schornsteineinsatzrohre in einen vorhandenen Schornstein. Seit dem 22. März 2010 gilt die neue BImSchV „Bundesimmissionsschutzverordnung“
Die Abgase Ihrer Feuerstätten müssen einwandfrei abgeleitet werden, ohne die Umgebung zu beeinträchtigen. Es müssen also die in der BISchV § 19 geforderten Immissionsabstände eingehalten werden.

§ 19 Ableitbedingungen für Abgase

(1) Die Austrittsöffnung von Schornsteinen bei Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe, die ab dem 22. März 2010 errichtet oder wesentlich geändert werden, müssen

1. bei Dachneigungen

a) bis einschließlich 20 Grad den First um mindestens 40 Zentimeter überragen oder von der Dachfläche mindestens 1 Meter entfernt sein,

b) von mehr als 20 Grad den First um mindestens 40 Zentimeter überragen oder einen horizontalen Abstand von der Dachfläche von mindestens 2 Meter und 30 Zentimeter haben;

2. bei Feuerungsanlagen mit einer Gesamtwärmeleistung bis 50 Kilowatt in einem Umkreis von 15 Metern die Oberkanten von Lüftungsöffnungen, Fenstern oder Türen um mindestens 1 Meter überragen; der Umkreis vergrößert sich um 2 Meter je weitere angefangene 50 Kilowatt bis auf höchstens 40 Meter.

(VDI-Richtlinie 3781 Ausbreitung luftfremder Stoffe in der Atmosphäre Blatt 4 -Bestimmung der Schornsteinhöhe für kleinere Feuerungsanlagen-)

Diese Richtlinie ist die Grundlage für die Verwaltungsvorschriften der Länder und wurde auch überwiegend von den Bundesländern übernommen. Fragen Sie Ihren Bezirksschornsteinfegermeister!